#28 Echte Verbindungen: Wie wird aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft?

Shownotes

Du hast einen vollen Terminkalender, viele Verabredungen, siehst deine Freund*innen häufig – eigentlich kein Grund, dich einsam zu fühlen, oder? So einfach ist das nicht. Denn Einsamkeit hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, ob andere Menschen um uns herum sind, sondern vielmehr damit, wie verbunden wir uns fühlen. Genau darum geht es in dieser Featurefolge von «How it Works».

Wir sind auf dem Campus der HAW Hamburg unterwegs und sprechen mit Studierenden und Expert:innen darüber, warum Einsamkeit gerade im Studium so häufig Thema ist. Es geht um den Start in einer neuen Stadt, um Unsicherheit, Rückzug und die Frage, warum es selbst an einem Ort mit Tausenden Kommiliton*innen schwer sein kann, echte Nähe zu erleben. Gleichzeitig beschäftigen wir uns in dieser Folge damit, was helfen kann: präsent sein, an Angeboten wie der Orientierungs-Woche teilnehmen, kleine Begegnungen im Alltag zulassen, Pausen gemeinsam verbringen, den ersten Schritt wagen und Freundschaften aktiv wachsen lassen.

Außerdem geht es darum, warum Einsamkeit nichts ist, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte, wie sehr psychische Gesundheit und soziale Verbundenheit zusammenhängen und weshalb viele Kontakte noch nicht automatisch vor Einsamkeit schützen. Auch Social Media spielt in der Folge eine Rolle: als Möglichkeit, sich verbunden zu fühlen, aber eben auch als Ort, an dem Nähe manchmal nur scheinbar entsteht.

Eine Folge über das Gefühl, unter vielen Menschen trotzdem allein zu sein, über echte Freundschaften, kleine Schritte raus aus dem Rückzug und darüber, warum es schon viel verändern kann, wenn wir anfangen, offen über Einsamkeit zu sprechen.

Auf dem Content Hub „How it works“ findet ihr jede Menge Artikel rund um mentale Gesundheit. Und weitere Live-Talks, in denen Redakteur*innen von ZEIT Campus mit spannenden Persönlichkeiten und Expert*innen sprechen, findet ihr hier.

Redaktionsleitung: Mae Becker Projektleitung: Anna Matt Redaktion: Azadê Peşmen Producer: Jonas Ross

Transkript anzeigen

00:00:00: Zwölf Uhr mittags in Deutschland.

00:00:05: Du sitzt in der vollen Mensa, objektiv gesehen bist du nicht allein.

00:00:09: immerhin bist du umringt von vielen Menschen.

00:00:11: Menschen die du nicht kennst in einer Stadt in die du vielleicht gerade erst gezogen bist in der du dich nicht richtig auskennst.

00:00:18: alles ganz schön viel auf

00:00:20: einmal.

00:00:22: ja man kann eben auch unter vielen menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen und man kann auch alleine sein.

00:00:32: Das ist Sabine König von der Techniker-Krankenkasse.

00:00:35: Sie ist Diplompsychologin, psychologische Psychotherapeutin und berät unter anderem Gesundheitsprojekte an Hochschulen.

00:00:45: psychische Erkrankungen befördern, also dazu führen dass man beispielsweise an einer Depression erkrankt oder ähnlichem.

00:01:03: Forschung zeigt aber auch das Einsamkeit mit ganz vielen Erkranken irgendwie zusammenhängt.

00:01:10: Also es ist offensichtlich ein Indikator

00:01:12: dafür

00:01:13: Dass möglicherweise irgendwas nicht so ganz in Ordnung ist und Forschung zeigt, dass auch zum Beispiel solche Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen mit Einsamkeit zusammenhängen.

00:01:25: Mit anderen Worten – Einsamheit isst nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!

00:01:30: Und spätestens seit der Corona-Pandemie wissen wir das auch junge Menschen sich einsamt fühlen.

00:01:35: Und genau darum geht es heute.

00:01:37: Warum fühle ich mich einsam obwohl ich von so vielen Kommilitoninnen umgeben bin?

00:01:51: Hey, ich bin Azadeh und du hörst eine neue Folge von How It Works – präsentiert von Die Techniker.

00:02:12: Wir sind heute auf dem Gelände der HAW in Hamburg unterwegs und sprechen mit euch darüber wie Einsamkeit entsteht und was hilft um sich mehr verbunden zu führen?

00:02:22: Abgesehen von der Mensa sind natürlich auch der Hörsaal oder der Seminarraumorte an der Hochschule, an denen man Kontakte knüpfen kann, nicht einsamt zu sein … Oder….

00:02:34: Die erste Schwierigkeit ist immer, wenn Studierende nicht kommen.

00:02:38: Sonja Lipke ist Professorin für Gesundheitsförderung und Prävention an der HAW.

00:02:42: Sie forscht zur Einsamkeit.

00:02:44: Wenn die gar nicht da sind können sie krank sein oder andere Prioritäten setzen oder auch einfach Schwierigkeiten haben in dieser Situation.

00:02:54: Und dann entsprechend sich entscheiden dass sie die ganzen Inhalte lieber alleine erarbeiten.

00:03:00: aber damit geht denen eben auch viel Ja, verloren oder sie verpassen Chancen.

00:03:08: Also das heißt an einer Hochschule ist für mich ein Ort wo wir eigentlich ganz viele Möglichkeiten für Verbundenheit und Gemeinschaft haben aber die auch nutzen müssten.

00:03:19: Dass viele Univeranstaltungen online angeboten werden gibt den Studierenden natürlich Flexibilität.

00:03:25: gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen die sich an manchen Tagen nicht aus dem Bett bewegen können es dass eine Möglichkeit trotzdem an den Inhalten teilhaben zu können.

00:03:34: Um aber mehr Verbundenheit zwischen den Studierenden entstehen zu lassen, damit man sich nicht einsam fühlt wurde die Anwesenheitspflicht durch die Hintertür wieder eingeführt wie Sonja Lipke mir erzählt hat.

00:03:46: Damit man erst gar nicht dazu verleitet wird, sich komplett im Studienzimmer abzukapseln.

00:03:51: Diese Gefahr sieht Sonja Lipke bei den Veranstaltungen, die komplett online angeboten werden

00:03:56: So ein Gefühl hat von, dass mir unangenehm oder das macht sogar bisschen unsicher.

00:04:03: Oder erzeugt Angst.

00:04:06: Der geht da vielleicht in diese Situation gar nicht rein und setzt sich dem nicht aus.

00:04:11: Und langfristig kann er überhaupt nicht dieses Gefühl auch in den Griff bekommen.

00:04:15: also das heißt wer immer mehr vermeidet wird immer mehr auch das Gefühl bekommen.

00:04:19: Das ist eigentlich der bessere Weg.

00:04:21: Das zahlt natürlich gar nicht auf dieses Gefühl der Verbundenheiten der sozialen Kompetenzen, die wir eigentlich auch ausbilden wollen.

00:04:30: Der reguläre Vorlesungsbetrieb ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit wie man Kontakte klüpfen kann.

00:04:35: Einsamkeit war also am Anfang vom Studium ein Thema für mich weil ich dann neu nach Hamburg gezogen bin und noch nicht so viele Leute kannte und ansonsten fühle ich mich aber

00:04:46: eigentlich ganz gut aufgehoben.

00:04:50: Das ist Lilly, sie studiert Elektro- und Informationstechnik.

00:04:53: Was ihr gerade am Anfang geholfen hat um sich nicht einsam zu fühlen?

00:04:57: Uewoche zum Beispiel also zur sozialen Aktivitäten hinzugehen

00:05:02: und

00:05:03: dann so gucken auch mit welchen Leuten man sich gut versteht.

00:05:07: Diese Antwort haben einige gegeben als wir auf dem Campus unterwegs waren.

00:05:10: Falls du diese Folge vor Studienbeginn hörst Kannst du dich ja informieren, wann und wo deine Orientierungswochen an der Hochschule stattfinden.

00:05:18: Dort findest du sicher Anschluss zu anderen Erstsemestlerinnen.

00:05:21: Die Hochschulen sollten aber auch darüber hinaus Angebote machen.

00:05:25: findet Sabine König von der TK um langfristig Einsamkeit vorzubeugen

00:05:30: Mit anderen Studierenden in Kontakt zu kommen Ansprechpersonen zu finden, die sie unterstützen bei Fragestellungen.

00:05:38: Also das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.

00:05:41: aber es gibt eben im Laufe des Studierendenlebens immer wieder auch Phasen wo's wichtig ist dass man Unterstützungsangebote erfährt und eine Möglichkeit sind zum Beispiel solche Buddy-Programme oder MentorInnenprogramme.

00:05:58: Bei einem Buddy oder Mentoring Programm bekommt man eine erfahrenere Person an die Seite gestellt die bei allen Fragen weiter hilft, an die man sich immer wenden und mit der man sich regelmäßig austauschen kann.

00:06:10: Das hilft gerade am Anfang um sich an der Uni zurechtzufinden – aber auch darüber hinaus!

00:06:15: Eine solche Connection an der uni wirkt natürlich auch vorbeugend, damit man sich erst gar nicht einsam fühlt.

00:06:20: Dazu arbeitet auch Esther Schitzle im Projekt Kampholz Plus an der HAW.

00:06:25: Sie beschäftigt sich mit Einsamkeitspräventionen und Verbundenheit.

00:06:28: Sie hat bei den Studierenden selbst nachgefragt was ihnen helfen würde.

00:06:32: Eine der genannten Antworten war, Orte an Hochschulen, an denen man in Kontakt kommen sich unterhalten kann.

00:06:40: Ich finde ich hier am Standort kann man das ganz gut sehen wenn man im Eingangsbereich ist von Berliner Tor V. da gibt es unten ein Café in einem Glasgebäudequasi oder gibt's einen Wasserspender und Aufenthaltsraum In die Pausen vor allem relativ viel los und da gibt es die Chancen sich zu begegnen, kurz Hallo zu sagen aber auch weiterzugehen.

00:07:01: Aber auch Gespräche zu führen und wenn's das nicht gibt dann verhindert das auch miteinander in Kontakt kommen zu können.

00:07:08: Und in gewissem Sinne tragen wir jetzt genau diesen Moment dazu bei Einsamkeit vorzubeugen indem wir darüber sprechen.

00:07:17: Also ich glaube dass es ganz wichtig ist über dieses Thema zu sprechen auch als Gesellschaft zu verstehen, dass das eben nicht nur ein individuelles Thema ist sondern dass es ein Thema ist was uns alle betrifft.

00:07:34: Dass Einsamkeit erstmal hier auch nichts Schlimmes ist was man verteufeln sollte sondern das ist ja eigentlich erst mal ein Gefühl was uns zeigt okay da Ist irgendwas nicht im Einklang?

00:07:50: Irgendwas entspricht nicht dem eigentlichen Bedürfnis, was wir haben.

00:07:53: Das heißt ich muss aktiv werden.

00:07:56: Aktiv werden ist hier das Stichwort und zwar nicht nur als Person die sich einsam fühlt sondern auch als Freundin.

00:08:02: so wie Ronja sie studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der HW Hamburg.

00:08:07: Sie selbst fühlt sich eigentlich nie einsam Aber?

00:08:10: Es gab auch meine Phase, da war zum Beispiel mein bester Freund.

00:08:12: Da hat er sich einsam

00:08:13: gefühlt und

00:08:15: dann fahre ich jetzt mal zu dir.

00:08:17: Dann machen wir mal was zusammen und dann war das so ... Der ist mein beste Freund.

00:08:20: für den bin ich natürlich da!

00:08:22: Das sieht auch Lilly so.

00:08:23: Regelmäßig mit anderen etwas zusammenmachen – das hilft.

00:08:26: Zum Beispiel in

00:08:28: andere Clubs

00:08:29: gehen also Studierendenclubs oder in Sportvereine Hochschulsport oder so und dort mit Leuten

00:08:37: reden.

00:08:38: Genau, vielleicht entsteht dann eine Freundschaft oder

00:08:41: auch

00:08:41: was wo man einfach nur zusammen Sport macht und da sich freut jede

00:08:44: Woche.

00:08:45: Nur manchmal ist es gar nicht so einfach sich dafür aufzuraffen der viele Uni-Stoff, der Workload Und jetzt auch noch rausgehen?

00:08:54: Lilly kommt aus Bremen hat dort ihren Freundeskreis und ihre Eltern.

00:08:57: Dort hinzufahren wäre von Hamburg aus ein leichtes.

00:09:00: Mit dem ICE ist ihre gewohnte Komfortzone schließlich nur eine Stunde entfernt.

00:09:05: Am Anfang habe ich manchmal so probiert, in Hamburg zu bleiben um das sozusagen zu lernen.

00:09:09: aber manchmal ist es auch gut dann zum Beispiel auch Zuhause anzurufen oder deine alten Freunde anzurufen Um dann wieder den Komfort zu finden und dann wieder rauszugehen und vielleicht was Neues zu erleben.

00:09:23: Aber selbst wenn man es schafft herauszugehen sich mit anderen Menschen trifft Heißt das noch nicht, dass man direkt eine neue tiefe Freundschaft geschlossen hat?

00:09:32: Manchmal bleibt es oberflächlich.

00:09:35: Sabine König von der TK erweitert nochmal unsere Definition von Einsamkeit.

00:09:40: Einsamheit ist ja eher ein subjektives Gefühl ... Vielleicht Unzufriedenheit der Sozialkontakte, die man gerade hat.

00:09:51: Also darüber welche Qualität die Sozialkontakte die man grade pflegt, welche sie haben und dass da irgendwie offensichtlich eine Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Kontakte oder der Verbindung, der Qualität der Verbindungen, die Man mit seinen sozial Kontakten hat und dem aktuellen Ist-Zustand besteht.

00:10:18: Echte Freundschaften?

00:10:20: Welche?

00:10:20: mit Commitment, Menschen die du anrufen würdest um sie um Hilfe zu bitten oder wenn es dir schlecht geht.

00:10:26: Außerhalb von dem Sportkurs bei dem ihr euch ohnehin seht?

00:10:30: Damit sich Lilly nicht einsam fühlt ist das ihr wichtig richtige Freundschaft aufzubauen und Freundschaft auch zu pflegen.

00:10:38: Echte Freunde mit denen

00:10:39: kann man auch immer reden,

00:10:41: kann man sich auch verabreden außerhalb von sozialen Aktivitäten oder Gruppenaktivitäten In Zeiten, wo man eigentlich keine Kurse zusammen hat oder nach dem Studium.

00:10:57: Eigentlich ist das das Wichtige, dass man dann solche Leute zum Reden hat.

00:11:00: Weil wenn man immer nur auf große Veranstaltungen geht zu Gruppenpartys ... Dann kann es schon mal sein, dass sich einsam fühlt weil man denkt ich hab viel gemacht aber irgendwie fühl ich mich trotzdem sozial ausgelaugt nach den Tagen.

00:11:17: mehr Echte Freundschaften aufbauen und sie auch zu halten, braucht Zeit.

00:11:22: Dafür braucht es einfach so eine Regelmäßigkeit von Treffen.

00:11:25: Das ist Jona Lotte-Knippenberg.

00:11:28: Sie studiert Gesundheitswissenschaften an der HAW.

00:11:30: Forschung zeigt ja auch dass man achtzig bis hundert Stunden mit einer Person irgendwie verbringen muss damit eine Freundschaft entstehen kann beziehungsweise zwei Hundert Stunden damit eine enge Freundschaft entstehen kann wobei das natürlich unfassbar individuell ist, aber so.

00:11:44: Und das zeigt ja, dass man halt wirklich häufig die Personen sehen muss.

00:11:48: Das heißt am Anfang würde ich sagen, muss man sich wirklich darauf einlassen, sich zu überwinden über diese vielleicht auch erste Org-Wartnis von Leuten kennenlernen und die ersten Treffen.

00:11:58: Dass man darüber hinweck kommt um eben wirklich etwas entstehen lassen zu können.

00:12:02: Und gerade am Anfang würd' ich sagen alles was mit wenig Aufwand verbunden ist es total praktisch also jetzt bezogen auf die Hochschule Pausen zusammenverbringt, dass man sich gemeinsam Kaffee holt in die Mensa setzt oder vielleicht einen kleinen Spaziergang macht.

00:12:18: Den ersten Schritt zu machen ist vielleicht gerade am Anfang nicht so einfach.

00:12:22: Man ist unsicher und hat Angst davor zurückgewiesen zu werden – zu viel zu sein!

00:12:27: Alles normal sagt Jona aber sie findet auch.

00:12:30: es lohnt sich diese Angst zu überwinden, die Unsicherheit beiseitezulegen.

00:12:35: Du kannst dich ja auch mal in die Lage versetzen, dass jemand gerade auf dich zukommt und wie du fragst.

00:12:40: Wollen wir grad mal die Pause einen Spaziergang zusammen machen?

00:12:42: Und ich glaube, du würdest dich ja total freuen!

00:12:45: Das sollte man einfach so im Kopf behalten wenn man gerne neue Leute kennenlernen will oder sie ansprechen will.

00:12:52: Meistens ist es wirklich nicht die Realität das man irgendwie zu viel ist, wenn man auf Leute zugeht Aber natürlich but das häufig auf Erfahrungen und einer Angst davor.

00:13:02: Und das ist auch voll okay, dass kann man erstmal akzeptieren mit kleinen Schritten starten.

00:13:08: Zum Beispiel erst mal damit beginnen fremde Leute anzulächeln als so eine Art Mutprobe um kleine Gesten im Alltag zu schaffen und sich zu trauen auf neue Leute zuzugehen und diese Angst vor der Zurückweisung langsam zu überwinden.

00:13:24: Ansonsten will ich sagen, sei einfach offen, sei du selbst ... Und dann findest du auch die richtigen Leute.

00:13:30: Wie wichtig echte Freundschaften sind und welchen Stellenwert sie für das eigene Wohlbefinden haben, weiß auch Antonio Batinovic – erst Content-Creator.

00:13:39: Vielleicht folgst du ihm auch sowie über vierhunderttausend andere auf Instagram.

00:13:44: Er bezeichnet sich selbst als großer Bruder.

00:13:47: Klar dass man sich ihm nah fühlt!

00:13:49: Kennt das ja selber, dass ich auch zu Leuten auf Social Media eine Beziehung irgendwie fühle?

00:13:52: Oder das Gefühl habe die,

00:13:53: die kenne ich.

00:13:54: Viele seiner Followerinnen bekommen so viel von seinem Leben mit, dass sie das Gefühl bekommen, sie seien ein Teil davon!

00:14:01: Die Beziehungen, die einige seiner FOLLOWERINN zu ihm führen ist einseitig – die Konsumierenden, die sich seine Inhalte ansehen und deshalb das Gefühl bekommt, dass er ein guter Freund eben der große Bruder ist.

00:14:13: Parasoziale Beziehungs- Der Begriff fällt häufig in diesem Kontext, wenn es um Content Creator Personen des öffentlichen Lebens generell geht.

00:14:21: Es beschreibt genau diese einseitige psychologische Bindung die vermeintliche Freundschaft zu einem Content Creator oder einer berühmten Person zu haben.

00:14:30: Gleichzeitig wünsche ich mir natürlich dass sich die Leute dann in diesen parasozialen Beziehungen online beziehung nicht verlieren und nicht verlieren, dass wir diese Beziehungen auch im Analogen genauso benötigen.

00:14:41: Die müssen genauso stark sein wenn ich sogar viel stärker ist als das was wir online spüren.

00:14:45: Antonio versucht das selbst auch umzusetzen.

00:14:48: echte Freundschaften pflegen ganz konkret

00:14:51: Das heißt, da muss man Arbeit reinvestieren.

00:14:53: Das bedeutet gemeinsam Planen.

00:14:55: Gemeinsam Kalender auch mal rausholen Anfang des Jahres und gucken wo können wir zum Beispiel irgendwo gemeinsam hinfahren?

00:14:59: Weil davon Lebensfreundschaften von gemeinsamen Erfahrungen wenn wir alles nur noch versuchen irgendwie über so ein Real was wir uns gegenseitig hin- und her schicken aufzufangen das funktioniert nicht.

00:15:07: dass ist nicht das gleiche.

00:15:08: aber was wir dann an Verbundenheit miteinander fühlen und deswegen Gemeinsames Plan, aufeinander zugehen.

00:15:15: Auch die Initiative ergreifen und manchmal auch ein bisschen darüber hinaus schießen ist okay.

00:15:19: aber ich glaube wenn man da auch mal mutig ist und auch Leuten die man vielleicht noch nicht so lange kennt auch mal an sich ran zieht kann es ja auch was Schönes ergeben.

00:15:28: über dieses Thema hat Content Creator Antonio Bartinovic noch ausführlicher in einer Podiumsdiskussion in Hamburg gesprochen mit Sabine König von der Technikerkrankenkasse und Gesundheitswissenschaftlerin Lia Geider.

00:15:40: den Link dazu findet ihr in den Shownotes Guckt doch gerne mal rein!

00:15:49: Wenn ihr gerade neuer in einer Uni seid, dann macht die Orientierungswoche mit.

00:15:53: Informiert euch welche Angebote es auf dem Campus gibt – Hochschul-, Sport- oder studentische Initiativen.

00:16:00: So könnt ihr leicht erste Kontakte knüpfen.

00:16:03: Auch wenn das erst einmal über Windung kostet ist lohnt sich.

00:16:06: Denn Freundschaften entstehen nicht auf Knopfdruck sondern durch regelmäßige Treffen und gemeinsam verbrachte Zeit.

00:16:13: Und wenn ihr dann trotzdem merkt, dass ihr euch schon einsam fühlt, dann fragt euch was ihr gerade wirklich braucht und traut euch aktiv zu werden.

00:16:21: Das kann ein Anruf bei einer euch vertrauten Person sein oder die Studienberatung.

00:16:25: Kurz gesagt raus aus dem Rückzug und hin zum Menschen mit denen ihr langfristige Beziehungen aufbauen könnt – vielleicht ja sogar über die Studienzeit hinaus!

00:16:37: Ganz am Schluss hat Ronja die an der HAW Wirtschaftsingenieurwesen studiert noch einen generellen Tipp für euch.

00:16:43: Ich glaube viele Leute machen sich vielleicht den Druck, ich fühle mich einsam.

00:16:47: Ich muss jetzt mit der oder der Person mich treffen und ich muss das und das machen um mich besser zu fühlen aber es ist dann immer mit Druck

00:16:55: verbunden.

00:16:55: Und

00:16:56: wenn man den Druck rausnimmt statt mit Druck zu denken was muss ich jetzt

00:17:01: machen so

00:17:02: rational sondern einfach in sich reinzufühlen und denken was brauche ich gerade?

00:17:09: Das macht schon vieles besser!

00:17:11: dann in dem Moment.

00:17:12: Diese Rationalität rauszunehmen und den Druck raus zu nehmen, wirklich in sich selber zu fühlen was brauche ich gerade?

00:17:17: Was brauche Ich um mich besser zu füllen?

00:17:19: und vielleicht selbst wenn man sich einsam fühlt ist es ja denn gar nicht... sind das gar nicht manchmal Menschen die man braucht?

00:17:25: Vielleicht ist auch einfach mal Ruhe und ein Spaziergang oder so denen man braucht.

00:17:30: Es muss ja nicht unbedingt sozialer Kontakt sein, den man braucht um sich nicht mehr einsam zu fühlten.

00:17:34: Vielleicht ist es einfach dass zurückkehrens für sich selber

00:17:39: Bisschen mehr in sich hineinfühlen und den Druck rausnehmen.

00:17:42: Das können wir vermutlich alle gut gebrauchen!

00:17:47: Ich bin Azadeh, du hörst How It Works – präsentiert von der Techniker-Krankenkasse.

00:17:53: In diesem Jahr sind wir noch an ein paar Hochschulen um mit euch zu sprechen und uns auszutauschen zum Beispiel in Dresden, Paderborn & Mainz.

00:18:01: Kommt doch gern vorbei Wenn du schon mal versucht hast, Einsamkeit entgegenzuwirken indem du zum Handy greifst und gar nicht merkst das plötzlich drei Stunden vergangen sind in denen du nur auf deinen Screen gestarrt hast.

00:18:14: Das geht vielen so!

00:18:16: Und es steckt auch ein System dahinter Die Mechaniken hinter Instagram und Co.

00:18:20: sind darauf angelegt dass du immer weiter scrollst ohne Ende.

00:18:23: quasi Dark Patterns heißt dieses System und genau darum geht's in der nächsten Folge von How It Works.

00:18:30: Ganz schön vormerken und dann reinmachen.

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