#30 Das postdigitale Zeitalter: Wie nutzen wir soziale Medien kritisch und kreativ?

Shownotes

Wie selbstverständlich ist das Digitale in unserem Alltag geworden und was heißt das für unsere Beziehungen, unsere Arbeit, unser Sozialleben? In dieser Feature-Folge von «How it Works» gehen wir dem Begriff des Postdigitalen nach: einem Zeitalter, in dem die Grenzen zwischen analog und digital größtenteils verschwunden sind. Wir waren an der Uni zu Köln unterwegs und haben mit Studierenden darüber gesprochen, inwiefern das Digitale auch ein Rückzugsort sein kann und an welcher Stelle sich die analoge und digitale Welt vielleicht doch noch trennen lassen.

Dr. Michaela Kramer, Junior-Professorin für Erziehungswissenschaft von der Uni Köln erklärt, warum «Post» nicht bedeutet, dass die Digitalisierung abgeschlossen ist, sondern dass sie nichts Besonderes mehr darstellt und wie wir Medien kritisch und kreativ nutzen können: als Werkzeug für Selbstausdruck und Identitätsarbeit, aber immer mit Blick auf die Mechanismen und kommerziellen Interessen, die hinter den Plattformen stecken. Samantha „Sammy“ Eidinger alias sammagehtsnochjunge erzählt, warum sie Instagram nicht einfach deinstallieren kann und Anna Kinzel von der Techniker Krankenkasse ordnet ein, warum die ganze Verantwortung nicht bei uns Einzelnen liegen darf und welche kleinen Routinen trotzdem helfen.

Eine Folge über digitale Souveränität, verteilte Verantwortung und die Frage, was ein selbstbestimmter Umgang mit dem Smartphone bedeutet, wenn digital und analog längst zusammengehören.

Auf dem Content Hub „How it works“ findet ihr jede Menge Artikel rund um mentale Gesundheit. Und weitere Live-Talks, in denen Redakteur*innen von ZEIT Campus mit spannenden Persönlichkeiten und Expert*innen sprechen, findet ihr hier.

Redaktionsleitung: Mae Becker
Projektleitung: Anna Matt
Redaktion: Azadê Peşmen
Aufnahmeleitung: Jonas Ross

Transkript anzeigen

00:00:00: Du hörst diesen Podcast wahrscheinlich mit dem Handy, vielleicht über Bluetooth-Kopfhörer.

00:00:04: Parallel dazu räumst du vielleicht auf und putzt.

00:00:08: Danach verabredest du dich per WhatsApp, reagierst auf eine Instagram Story eines Freundes, buchst dir einen Termin beim Reformapilates wieder über eine App, schickst den Termin an deine Freundin und frags.

00:00:20: nochmal schnell auf Signal komm lass uns zusammen hingehen und danach vielleicht noch was zusammen essen?

00:00:26: Das Smartphone ist immer dabei.

00:00:27: die smartwatch trackt deine Daten.

00:00:30: Ein Leben ohne digitale Technologien, geht das überhaupt?

00:00:35: Ich kann mich noch erinnern in der Schule.

00:00:36: Da haben die Lehrer einmal gesagt ihr braucht das Smartphone nicht zum Überleben.

00:00:40: bei mir ist das anders.

00:00:41: ich brauche es tatsächlich zu überleben.

00:00:46: Das ist Franzi, einundzwanzig Jahre alt.

00:00:48: sie studiert an der Universität Köln und hat Diabetes Typ eins.

00:00:52: Ich habe so ein ständiges Blutzucker-Messgerät, was bei mir am Körper dran ist.

00:00:57: Und das ist in einem Algorithmussystem zusammen mit meiner Insulinpumpe und die Zusammenwirkung von den beiden läuft über eine App auf meinem Handy installiert.

00:01:10: Das ist für mich dann ein Werkzeug.

00:01:12: Wir leben im postdigitalen Zeitalter.

00:01:14: Die Grenzen zwischen der analogen und digitalen Welt sind weitestgehend versprunden.

00:01:19: Das Beispiel von Franzi ist nur eines von vielen.

00:01:22: In dieser Folge fragen wir deshalb, wie sich zwischen menschliche Beziehungen im postdigitalen Zeitalter verändern.

00:01:31: Wie nutzen wir Medien kritisch und kreativ?

00:01:34: Und welche Routinen Werkzeuge und Haltungen helfen damit wir souverän mit dem Smartphone leben wenn digital und analog nicht mehr voneinander zu trennen sind?

00:01:51: Hey ich bin Azadeh und du hörst eine neue Folge von How It Works präsentiert von die Techniker.

00:02:09: Ich habe jetzt schon ein paar Mal den Begriff Post-Digital genutzt.

00:02:12: Was heißt das eigentlich?

00:02:14: Post-Digitalität, das ist ein vergleichsweise junger Begriff.

00:02:17: Ist erst einmal die Grundannahme dass unser Leben tiefgreifend durch digitale Medien geprägt ist.

00:02:22: also es geht nicht mehr nur um einzelne Medienphänomene sondern wirklich der Alltag ist tief greifend Durch omnipresente digitale Medien eben beeinflusst.

00:02:33: Das ist Michaela Kramer.

00:02:34: Sie ist Juniorprofessorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Digitale Medien in der Bildung und forscht an der Universität Köln dazu, wie junge Menschen Medien wirklich nutzen.

00:02:44: Postdigitalität gehört da selbstverständlich dazu – und heißt konkret?

00:02:48: Das

00:02:49: Digitale ist nichts Neues mehr, nichts Revolutionäres mehr sondern selbstverständlicher Teil des Alltags.

00:02:55: Also Post heißt in dem Sinne nicht dass die Digitalisierung schon abgeschlossen sei, sondern das sie eben nichts Besonderes mir darstellt, sondern überall einfach normal mitschwingt.

00:03:06: und das merkt man auch daran, dass manchmal das Analoge oder das Nicht-Digitale eher noch mal so eine extra Bezeichnung braucht.

00:03:13: also in der Uni da sagen wir zum Beispiel oft dazu Präsenzveranstaltungen um noch mal zu zeigen, dass es nicht das normale Onlineformat ist.

00:03:21: Und da gibt's mehrere Beispiele die so zeigen wie selbstverständlich das Digitale in der Post-Digitalität

00:03:27: schon ist.

00:03:29: Wir waren an der Uni Köln unterwegs und sind mit euch ins Gespräch gekommen Denn wir wollten wissen auch wenn diese Trennung von Digitalen und Analogs so schwer möglich ist An welcher Stelle gelingt es vielleicht doch?

00:03:40: Ich mache sehr viel Sport körperliche Erfahrungen, die so gar nichts mit dem Digitalen für mich zu tun hat.

00:03:46: Wo ich auch dann richtig in meinen Körper reinkomme?

00:03:48: Das ist mir sehr wichtig würde ich sagen.

00:03:49: Natana Ehl ist im zehnten Semester und studiert an der Uni Köln-Jura

00:03:53: Und ansonsten das erste freu'n ich jetzt zu Denk-Wähnhaltbeziehungeln, Freundschaften und Familie wobei ein Bruder von mir in Australien wohnt und dass halt dann auch rein digital abläuft.

00:04:03: was aber eigentlich etwas der Schönes ist, dass man diese Möglichkeit hat.

00:04:06: Soziale Medien werden im Diskurs häufig eher mit negativen Assoziationen beschrieben, als etwas was einem schadet.

00:04:12: Zumindest wenn man es mit dem Konsum übertreibt.

00:04:15: Aber es bietet natürlich auch Möglichkeiten Zugänge zum Beispiel.

00:04:21: Ja also neben dem Beispiel das jetzt schon gebracht wurde mit meinem Bruder würde ich sagen dass ist gerade für mich als Teenager sehr wichtig war Zugriff auf Social Media und so zu haben Wenn man ein bisschen nischigere Interessen hat In deiner Klasse oder in deinem Freundeskreis nicht so stattfinden, ich bin auch voll ländlich aufgewachsen.

00:04:39: Da sind einfach viele Sachen sogar nicht präsent und da war das Internet schon eine große Bereicherung und ne krasse Horizont-Erweiterung die mir sonst gefehlt

00:04:47: hätte.".

00:04:48: Deshalb ist für viele alles was das Internet zu bieten hat auch ein Rückzugsort.

00:04:52: Eine Möglichkeit sich um seinen Interessen zu entdecken – Sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen!

00:04:58: Oder wie Michaela Kramer von der Uni Cologne es formulieren würde soziale Medien kreativ nutzen

00:05:03: über Fotografie, über Videos, über ganz verschiedene mediale Möglichkeiten.

00:05:08: Dass ich die eben auch für mich nutze um mich selbst zu erzählen und mich selbst darzustellen und darauf dann auch Feedback von anderen zu bekommen.

00:05:17: Und gerade so dieser kreative Selbstausdruck der hat natürlich auch dann ganz viel mit der eigenen Identitätsentwicklung zu tun weil ich mich darüber dann auch mit identitätsfragen auseinandersetze wie wer bin ich oder wer will ich sein?

00:05:29: Wer kann nicht sein?

00:05:30: Wie sehen mich andere gerne gesehen werden.

00:05:33: Das sind ja alles Fragen, die für die eigene Identitätsentwicklung total zentral sind und da sind soziale Medien einfach eine Möglichkeit das sich damit auseinander zu

00:05:47: setzen.".

00:05:48: Aber diese Auseinandersetzung findet nicht in einem luftleeren Raum statt.

00:05:52: Die Plattformen, die sich kreativ nutzen lassen, werden in der Regel von großen Tech-Konzern mit kommerziellen Interessen getrieben.

00:05:59: Michaela Kramer plädiert deshalb für einen kritischen Umgang.

00:06:02: Das Kritische heißt, dass ich eben nicht einfach alles nur hinnehme, jedem Trend nach Eifer und unrefliktiert alles Nutze was möglich ist sondern das ich halt genau hinschaue.

00:06:15: Auch erkenne, was sind da für Mechanismen?

00:06:18: Die hinter den Plattformen auch stecken.

00:06:21: Plattforms sind ja nicht neutral, sondern die haben an sich eine Agenda und auch schon kommerzielle Interessen.

00:06:29: Da werden bestimmte Inhalte mehr Reichweite, weil sie mehr Aufmerksamkeit generieren.

00:06:36: Und all solche so medienbezogenen Mechanisminnen und Dynamiken in der Digitalität zu verstehen ...

00:06:47: Manche gehen einen Schritt weiter und versuchen, sich in einer postdigitalen Welt komplett rauszuziehen.

00:06:54: Das ist aber heutzutage kaum möglich – jedenfalls nicht ohne Nachteile!

00:06:59: Selbst wenn es ginge, dass wir jetzt gar keine digitalen Medien nutzen, dann können wir an ganz vielen Bereichen der Gesellschaft einfach nicht mehr teilhaben.

00:07:07: Wir könnten nicht mehr an gesellschaftlichen Debatten teilhaben.

00:07:11: Wir würden viele Informationen auch gar nicht bekommen oder ja auch viele Identitätsfragen.

00:07:16: Könnten wir gar nicht so bearbeiten wie sie eigentlich heutzutage junge Menschen bearbeiten.

00:07:21: und genau das macht diese Digital Detox Strategie ja eigentlich immer weniger möglich auf.

00:07:32: Und dann gibt es natürlich auch Menschen, die das erst recht nicht können.

00:07:36: Weil sie alles was in der digitalen Welt abläuft, nicht nur privat nutzen sondern bei ihnen die Arbeit komplett online stattfindet.

00:07:43: Auch das Privatleben!

00:07:46: Samantha Semi-Eidinger kennt ihr sicherlich von Instagram unter ihrem Handel.

00:07:50: Samar Geetz noch Junge.

00:07:52: Dort lässt sie euch an ihrem Alltag teilhaben und entsprechend schwierig ist es auch einen klassischen Feierabend zu machen und komplett offline zu sein oder?

00:08:02: Also ich habe immer wieder Punkte an denen ich merke, okay erst mal so jetzt mein Partner meine engsten Freundin deinstallieren.

00:08:10: Immer wieder die App sind so.

00:08:11: das tut uns so gut und ich bin immer so.

00:08:13: ich verstehe das voll aber Ich kann nicht weil selbst wenn ich das wollte funktioniert das einfach so nicht.

00:08:21: Und es ist eher dann so dass sich versuche Instagram oder Social Media generell in den Arbeitsbereich zu schieben und im Privaten wegzulassen, was aktuell gar nicht gut funktioniert.

00:08:34: Also wenn ich dann irgendwie PMS-hab oder mental herausgefordert bin, dann erwische ich mich auch wieder dabei dass ich eine Screentime hab von Gottlosen acht Stunden oder sowas.

00:08:48: Man muss aber dazu sagen das ich alles mit dem Handy schneide.

00:08:52: Ich mache es komplett der Community Management mit dem Handys.

00:08:55: Ich bin nicht die ganze Zeit online, aber ich habe halt die ganzezeit das Handy eigentlich in der Hand.

00:09:00: Und das ist nicht

00:09:01: optimal.".

00:09:04: Wer wie Sammy selbst Content produziert muss sich natürlich auch selbst in dieser Welt bewegen – auch mal bei anderen Kommentieren zum Beispiel!

00:09:10: Weshalb sie trotzdem manchmal länger als geplant am Handy ist, hat sie bei einer Veranstaltung in der Uni Köln erklärt.

00:09:17: zusammen mit Anna Kinsel von der Technikerkrankenkasse und Juniorprofessorin Michaela Krame haben Sie auf dem Panel genau darüber gesprochen.

00:09:25: Wir verlegten das Video in den Show-Notes.

00:09:27: Schaut dort gerne mal rein!

00:09:30: Zwischendurch kriegt das Sammy übrigens doch hin mit dem Abschalten...

00:09:36: In

00:09:54: einer postdigitalen Welt, in der Menschen sich präsentieren – anderen ihrem Leben teilhaben lassen – wird ihr Job, der fast ausschließlich online stattfindet auch immer beliebter.

00:10:04: Das junge Menschen als Berufswunsch-Influencer angeben hängt damit zusammen, dass man aus der Perspektive der Konsumentin nur einen Ausschnitt mitbekommt von dem was online präsintiert wird.

00:10:15: Was offline dafür alles getan werden muss nicht unbedingt!

00:10:19: Ich glaube es sind jetzt wenn du Kinder und Jugendliche fragst, irgendwie achtzig Prozent oder so habe ich letztes gelesen die irgendwie sagen wir wollen YouTuber oder Streamer in oder sowas werden.

00:10:28: Und das hat glaube ich vor allem was damit zu tun dass die Realität des Selbstständigseins die dahinter steht einfach nicht richtig abgebildet wird von Leuten die einfach schon sehr erfolgreich sind weil wenn du irgendwie die Leute Also das am Anfang machst du alles selber.

00:10:45: Ich glaube, dass es da so ein bisschen realistisch mit umzugehen ist... Auf jeden Fall sauf viel Arbeit, als ich angefangen habe.

00:10:52: Habe ich zwei Videos am Tag gemacht und da bist du dann dran und ich hab Vollzeit gearbeitet und das machst du die ganze Zeit.

00:10:57: Du bist die ganze zeit dahinter.

00:10:59: Du versuchst irgendwie coole Leute zu finden, den zu folgen, Folgen, die mir zurück.

00:11:03: Du kommentierst so, machst irgendwas ... Die Utopie, dass du einfach online gehst bei Twitch zum Beispiel und anfängst zu streamen und auf einmal folgen dir hunderttausend Leute.

00:11:12: Da steckt einfach ein Haufen Arbeit hinter.

00:11:19: Und trotzdem würde Sammy nicht darauf verzichten.

00:11:21: Der Austausch mit der Community würde ihr fehlen, die Möglichkeit sich selbst auszudrücken.

00:11:26: Aber sie wünscht sich etwas mehr Bewusstsein dafür nach welchen Mustern die Plattform funktionieren auf den wir so viel Zeit verbringen – dass Sie steuern was wir sehen und damit auch wie wir Medien nutzen!

00:11:36: Es bräuchte also mehr Medienkompetenz.

00:11:39: Das findet auch Anna Kinzel von der Technikerkrankenkasse wichtig.

00:11:43: Sie ist Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement.

00:11:49: Gleichzeitig findet sie, man kann nicht die ganze Verantwortung nur auf die Individuen abladen.

00:11:53: Die

00:11:53: ganze Industrie ist darauf gepohlt genau die Mechanismen zu kennen, den Algorithmen so zu steuern dass man möglichst always on bleibt und deswegen wäre es total verteilt zu sagen Es hat nun mit der Disziplin zu tun.

00:12:06: das ist wer wie im Straßenverkehr.

00:12:09: natürlich muss man aufmerksam sein wenn man im Fahrrad Sony währt und auf Autos aufpassen aber es braucht auch Ampeln Verkehrsregeln etc.

00:12:19: und so, das braucht es absolut

00:12:20: auch.".

00:12:22: Und es gibt bereits Versuche, Plattformen zu regulieren – der Digital Services Act auf europäischer Ebene zum Beispiel, der Plattform dazu verpflichtet kein Design zu entwerfen, dass NutzerInnen in ihren Entscheidungen manipuliert.

00:12:33: Dafür sorgt sie unbewusst immer weiter auf den Screen-Stahn!

00:12:37: Aber das individuelle Verhalten lässt sich schneller anpassen vor allem präventiv als Gesetze angewendet werden können.

00:12:43: Deshalb setzt Anna Kinzel von der Techniker auf Änderungen im Kleinen statt Aufverbote.

00:12:48: Es geht eben eher darum zu gucken, dass man lernt nicht sich so treiben zu lassen, sondern auch zu gucken.

00:12:55: hey wann nehme ich mir da Zeit dafür oder auch im sozialen Freundeskreis vielleicht gewisse Regeln zu präventiv?

00:13:06: zu machen.

00:13:06: Also was heißt Regeln?

00:13:07: Neue Normen zu schaffen, dass man nicht den Druck hatte.

00:13:10: ich muss jetzt während der Zigarette meinen WhatsApp schnell zurückschreiben weil sonst denkt meine Freunde und mein Freund wie auch immer... Ich verbindet das mit Ablehnung sondern dass man echt darüber vielleicht auf primitiv einmal redet und sagt hey wenn ich nicht gleich antworte es ist okay also es ist für dich okay Lass es uns okay sein lassen und dass man eben nicht direkt das Antworten, nicht gleich mit Ablehnung verbindet.

00:13:34: Ich glaube da sind so Dinge.

00:13:36: in die Richtung sollte es eher gehen, dass man sich darüber Gedanken macht oder das nicht komplett verbietet.

00:13:39: Das ist unrealistisch ja.

00:13:42: Permanent verfügbar sein immer alles in Echtzeit online tun zu können wie es in einer postdigitalen Welt normal ist führt auch dazu, dass sich unsere Konzentration verändert.

00:13:51: Wenn es mehr Möglichkeiten gibt abgelenkt zu werden dann muss man von sich aus mehr tun damit man sich wieder stärker fokussieren kann.

00:13:58: Anna Kinzel meint dass es dafür keine komplizierte Routine braucht.

00:14:02: Es gibt ja auch jetzt so einen neuen Trend, das man so ein Handyparkplatz hat in der Wohnung, dass man sich irgendwie einen coolen Platz sucht und wirklich einfach einen klaren Platz des Handys zur Seite tut für den bestimmten Zeitraum wo man mal sich konzentrieren will oder auch sagt hey gewisse Zonen sind einfach handy frei.

00:14:22: also

00:14:23: Zum Beispiel im Bett scroll ich nicht mehr, das verbinde ich dann mit Erholung.

00:14:28: Weil unsere Psychöe funktioniert sehr stark über Gewohnheiten und wenn wir ständig im Bett das gewohnt sind immer wieder zu scrollen kommen wir weniger

00:14:37: runter.".

00:14:42: Also zusammengefasst etwas mehr Steuern wo wir unserer Aufmerksamkeit hinlenken, etwas kritischer hinterfragen wie wir mit dem riesigen Angebot umgehen dass uns in der Postigitarienwelt zur Verfügung steht und an unserer eigenen Medienkompetenz arbeiten.

00:14:56: Es gibt also einiges, was man selbst umsetzen kann.

00:14:59: Die nächste Folge von HowardWorks schließt sich übrigens an diese an – es geht um den sozialen Vergleich der auch durch Social Media befeuert wird!

00:15:06: Dann wollen wir wissen woher kommt der Druck ständig an sich arbeiten zu müssen die eigenen Routinen und Gewohnheiten zu verbessern?

00:15:14: Und wie kann ich selbstwirksam werden ohne dabei in der Selbstoptimierungsfalle zu landen?

00:15:20: Schaltet also wieder ein oder abonniert den Podcast HowardWorkS direkt.

00:15:23: dann werdet ihr informiert wenn es eine neue Folge gibt.

00:15:28: Ich bin Azadeh und das war eine neue Folge How It Works, präsentiert von der Techniker-Krankenkasse.

00:15:33: In diesem Jahr sind wir noch an ein paar Hochschulen um mit euch zu sprechen und uns auszutauschen zum Beispiel in Dresden, Paderborn und Mainz.

00:15:41: Kommt doch gern vorbei!

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