#31 Selbstoptimierung: Wann wird Besserwerden zum Selbstzweck?
Shownotes
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Redaktionsleitung: Mae Becker
Projektleitung: Anna Matt
Redaktion: Azadê Peşmen
Aufnahmeleitung: Jonas Ross
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00:00:07: Wer sich aus der Komfortzone heraus bewegt, wächst über sich hinaus.
00:00:11: Das klingt erst mal gut aber dahinter kann sich auch wenn man es übertreibt zusätzlicher Stress verbergen genauer gesagt der Stress den man sich selbst macht um noch besser zu werden sich ständig zu optimieren damit man im Job bestehen kann.
00:00:26: Es beginnt oft lange vor dem ersten Arbeitstag.
00:00:28: Man puliert den Lebenslauf auf sammelt Zertifikate arbeitet an sich selbst damit man auf dem Papier einen besseren Eindruck macht Und irgendwann ist die Arbeit an sich selbst kein Vorhaben mehr, sondern ein Dauerzustand.
00:00:41: Begleitet von dem Gefühl nie fertig zu sein.
00:00:51: Welche Rolle spielen Arbeitsmarkt, Konkurrenz und Erwartungen im Unternehmen?
00:00:56: Wann wird Selbstoptimierung gesundheitlich riskant?
00:00:59: Was tun, wenn jemand da einem nahesteht, gerade komplett in Optimierungsmodus verschwindet?
00:01:06: Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Dr.
00:01:08: David Sorgis, er ist Diplompsychologe und Experte für psychosoziale Gesundheit im Gesundheitsmanagement der Technikerkrankenkasse.
00:01:16: Ich bin Azadeh und du hörst eine neue Folge von How It Works präsentiert von die Techniker.
00:01:35: Hallo David!
00:01:36: Hallo Azadehi
00:01:37: Selbstwirksamkeit und Selbstoptimierung werden oft verwechselt.
00:01:41: Wie würdest Du den Unterschied in einem Satz erklären?
00:01:45: Also Selbstwerksamkeit bedeutet im Prinzip, ich traue mir zu, dass sich durch meinen Handeln etwas bewältigen und verändern kann.
00:01:53: Das ist ganz wichtig damit ich überhaupt ins Handeln komme, damit das Gefühl habe, ich kann etwas bewegen und mich sozusagen auf meine Ziele hinbewegen.
00:02:03: Selbstoptimierung ist erstmal ohne einen Zweck also es hat keinen Selbstzweck sondern dient auch quasi dazu um meine Zelle zu erreichen.
00:02:14: Und deswegen ist es wichtig, dass ich nicht nur einfach selbst optimiere sondern immer vor dem Hintergrund eines Ziels oder eines Wunsches mache.
00:02:23: Was könnte das für so ein Ziel oder für einen Wund sein?
00:02:26: Kannst du da Beispiele geben?
00:02:28: Also wenn ich zum Beispiel im Ausland studieren möchte aus dem Semester machen möchte dann kann es natürlich hilfreich sein, dass sich vorher ein Sprachkurs für dieses Land mache und die Sprache Und da meine Skills sozusagen mich selbst optimiere und dieses Skills lerne, damit ich dann auch erfolgreich im Ausland studieren kann.
00:02:47: Was würdest du sagen ist nützlich wenn man auf Selbstoptimierung schaut?
00:02:53: Und was davon ist zu viel?
00:02:56: Selbstoptmierung bedeutet erstmal dass sich etwas an mir selber verändere.
00:03:02: um in Anführungszeichen besser zu werden kann durchaus sinnvoll sein, wenn ich ein klares Ziel habe was ich verfolge.
00:03:12: Also wieder das Beispiel Wenn ich ins Ausland gehen will dann macht es Sinn wenn Ich einen Sprachkursfeuer mache oder vor Ort an die Sprache lerne.
00:03:22: Wenn ich aber dieses Ziel aus dem Auge verliere und mich nur noch des Sinnes halber sozusagen selbst optimiere den nächsten Sprachpus lerne, weil ich denke es ist gut.
00:03:35: Ich kann jetzt auch nicht nur spanisch sondern ich kann auch noch französisch und vielleicht chinesisch dann verliere ich ein Stück weit das Ziel aus den Augen.
00:03:45: Das ist die Gefahr!
00:03:46: Und dann wird Selbstoptimierung eigentlich zum Selbstzweck und verfolgt kein Ziel mehr.
00:03:53: so lange ich mit der Selbstoptmierung meine Selbstwirksamkeit fördere und dadurch sozusagen das Erreiche, was ich erreichen möchte ist es sinnvoll.
00:04:03: Wenn es zum Selbstzweck wird dann würde ich sagen wir das kritisch.
00:04:07: Du arbeitest als Psychologe im Gesundheitsmanagement einer großen Krankenkasse und berätst zur psychosoziale Gesundheit.
00:04:16: Was begegnet ihr dabei am häufigsten wenn's um Selbstoptimierung geht?
00:04:21: Also in der Regel ist es ja so dass die Menschen oder auch wir uns nicht freiwillig unter Druck setzen und uns selber stressen, sondern wir machen das ja in der Regel weil wir etwas erreichen wollen.
00:04:35: Weil wir das Studium fertig haben wollen, weil wir einen bestimmten Berufswunsch haben.
00:04:41: und vor dem Hintergrund ist natürlich auch sinnvoll wie ich gerade schon beschrieben habe dass man verschiedene Dinge tut um diesem Ziel näher zu kommen Was wir häufig sehen, gerade bei jungen Menschen.
00:04:53: Dass sie sich natürlich auch mit anderen vergleichen.
00:04:56: also ich habe ja sehr viele Möglichkeiten.
00:04:58: Ich suche mir Vorbilder.
00:04:59: grade in sozialen Medien gibt es sehr viele Bilder und Ideen und Narrative die mich inspirieren können.
00:05:08: aber wo ich auch immer gucke okay passt das.
00:05:10: für mich brauche ich noch etwas?
00:05:13: Und das führt natürlich dazu dass ... vielleicht genauso werden will wie der Influencer oder die gleiche Erfolg haben möchte.
00:05:22: Vor dem Hintergrund, wenn ich das sozusagen zu einseitig mache... dann fokussiere ich mich sozusagen nur noch auf den nächsten Schritt, den ich gehen muss um besser zu werden und gucke gar nicht was ich denn schon erreicht habe, welche Erfolge ich geschafft habe, wie erfolgreich ich vielleicht schon bin.
00:05:40: Und ich nehme mir auch keine Pausen und mal zu reflektieren, was ist mir eigentlich wichtig?
00:05:46: und auch um meine Batterien wieder aufzuladen.
00:05:49: Weil das ist wichtig, damit ich aus diesem Dauerstress rauskomme und mir auch wieder neue Energie tanken
00:05:55: kann.".
00:05:56: Du hast jetzt schon die Narrative auf Social Media als Beispiel genannt wie Menschen quasi dazu hinkommen dass sie in so ein stressvolles Leben reingeraten.
00:06:08: Welche Faktoren spielen da noch eine Rolle?
00:06:10: Das kann individuell natürlich sehr unterschiedlich sein, was mich selber antreibt und was mir wichtig ist.
00:06:17: Wenn wir mal so auf die aktuelle junge Generation schauen dann ist es ja in der Tat so dass wir gerade in einer Zeit leben die durch eine starke Ungewissheit geprägt das sage ich mal also Aktuell immer sehr viele Krisen, Parallelkriege in der ganzen Welt.
00:06:36: Wir haben durch KI eine neue Veränderung die den Arbeitsmarkt teilweise über den Haufen werfen und das sind natürlich Faktoren die auch mich und meine Berufswahl zum Beispiel als Studentin-Student beeinflussen und wo ich mir natürlich auch die Frage stellen muss bin ich denn gut vorbereitet auf das, was da kommt.
00:06:58: Und das kann natürlich auch Druck erzeugen, möglichst viel an mir selber zu arbeiten damit ich eben im Zweifel einen guten Job habe in eine Zukunft sozusagen rutschen kann die, die ich mir so vorstelle.
00:07:11: und das kann dazu führen dass ich ja selbstoptimierung betreibe im zweifel eben auch ohne dann am ende es ziel noch klarzuhaben.
00:07:20: du hast jetzt schon angefangen den Arbeitsalltag anzusprechen bzw.
00:07:26: Selbstoptimierung im Job?
00:07:28: Woran erkennt man selbstoptimierungen im Arbeitsalltag, wenn man sie jetzt nicht gerade selbst betreibt?
00:07:34: Es ist natürlich so dass es verschiedene Anzeichen gibt die darauf hindeuten das Selbstoptimmung ein wichtiger Rolle spielt.
00:07:43: also wenn ich vor allen Dingen versuche ja ständig an mir selber zu arbeiten ohne Pause von einem Thema und eine Aufgabe in die nächste Sprünge.
00:07:55: Und ja dort auch eigentlich am Ende das Ziel aus dem Auge verlieren, da hatten wir jetzt noch gar nicht so drüber geredet.
00:08:03: aber ich hatte es eingangs gesagt dass Selbstoptimierung hier eigentlich kein Selbstzweck ist.
00:08:07: also Ich kann mich selber optimieren und meine Kompetenzen aufbauen was Neues werden Wenn ich ein Ziel habe, dass ich damit erreichen will.
00:08:16: Wenn ich ins Ausland gehen will macht das Sinn, dass sich eine neue Sprache lernt oder wenn mich auf einen Beruf vorbereitet dann macht es Sinn, passende Kompetenzen mitzubringen.
00:08:27: Wenn Ich aber gar nicht mehr weiß warum ich das mache und jetzt die neue Aufgabe, die neue Herausforderung angehe Dann rutscht das ein Stück weit in einen Selbstzweck und auch eben in die Gefahr, dass ich mich nur noch auf diese Selbstoptimierung konzentriere.
00:08:42: Das heißt... Ich gucke nicht mehr sozusagen wo ich hin will sondern ich gucke nur noch was ist der nächste Schritt?
00:08:48: Was kann ich jetzt noch tun?
00:08:50: Und verliere dann natürlich auch ein bisschen das Gleichgewicht weil ich brauche immer ein Ausgleich und auch eine Gegenspieler sage ich mal um da im gesunden Fahrwasser zu bleiben.
00:09:03: Das Beispiel mit dem ins Ausland gehen und das man dann vorher einen Sprachkurs macht, das leuchtet mir total ein.
00:09:08: Es ergibt total viel Sinn.
00:09:11: Das habe ich auch gemacht als ich ins Auslands gegangen bin und bin dann allerdings nicht mehr zu dem Kurs hingegangen und hab die Sprache dann im Ausland selbst gelernt.
00:09:20: aber ab wann weiß man dass es zuviel ist?
00:09:25: Also quasi diese Maßnahmen selber irgendwie auferlegt, um sich selbst zu optimieren gerade im Arbeitsalltag.
00:09:34: Ab wann schlägt man da über die Stringe?
00:09:37: Das kann natürlich individuell sehr unterschiedlich sein.
00:09:40: es gibt natürlich so ein paar Warnzeichen, die wir auch aus der Stressforschung kennen.
00:09:46: wenn ich also vor allen Dingen über einen längeren Zeitraum erschöpft bin, wenn ich auch die Motivation und die Sinnhaftigkeiten stückweit in Frage stelle und vielleicht auch körperliche Beschwerden zeige manche Personen reagieren ja sehr körperlich auf Stress und auf Belastungen durch Verspannung, Kopfschmerzen, Bauchschmerz.
00:10:07: Ich mich vielleicht von meinen sozialen Kontakten zurückziehe weil das Sportprogramm noch wichtiger ist als irgendwie eben das Bierchen am Abend Das sind alles so Ansatzpunkte und Hinweise wo ich sagen würde Einmal kurz quasi die Pause-Tast drücken und sich noch mal selber die Frage stellen, was mache ich hier eigentlich?
00:10:32: Wenn man jetzt diese übertriebene selbstoptimierung nimmt.
00:10:39: Ist das Gegenstück dann Gelassenheit, Gleichkültigkeit oder auch Selbstmitgefühl?
00:10:45: Das ist eine sehr gute Frage weil wir brauchen ein Gegenspieler zur Selbstoptimierungen damit ich diesen angesprochenen Ausgleich schaffe.
00:10:57: Es ist für mich am ehesten eine Glassenheit und auch ein Selbstmitgefühl.
00:11:03: Und das brauche ich, um sozusagen nicht in so einen Absolutismus reinzurutschen.
00:11:07: Das heißt wir werden häufiger von inneren Überzeugungen und Werten angetrieben.
00:11:13: Ich muss alles perfekt machen.
00:11:14: Ich darf keine Fehler machen!
00:11:17: Ich darf niemanden enttäuschen... ...und das ist häufig der Antrag warum ich mich dann weiterentwickeln möchte und sozusagen Selbstoptimierung betreibe.
00:11:26: Und da ist es wichtig, das ein Stück weit auszugleichen.
00:11:30: Also ich selber sagen zu können Ich darf auch Fehler machen.
00:11:33: Ich muss nicht perfekt sein.
00:11:34: Ich darf mal enttäuschen und mir eine Auszeit gönnen.
00:11:39: Da ist aber wichtig dass das auch nicht zu negativ wahrgenommen oder bewertet wird.
00:11:44: nur weil ich meine Pause mache heißt es noch nicht dass ich faul oder nutzlos bin sondern das ist eigentlich ein Selbstzweck damit ich sozusagen auf meine eigene Ressourcen und auch an mein eigenes Stress Level achte.
00:11:57: Gerade Fehler machen sich einer Auszeit nehmen, das sind ja jetzt nicht unbedingt Dinge die im Arbeitsalltag positiv gesehen werden.
00:12:08: so würde ich das jetzt mal sagen fehlt das als Teil der Arbeitskultur?
00:12:14: dass man Menschen vielleicht auch mal sagt Gut, dass du dir jetzt mal Zeit für dich nimmst.
00:12:20: Gut, das du dir eine Auszeit nimmest und auf die Pause-Taste drückst?
00:12:25: Das kommt ganz auf den Arbeitgeber an und auch auf die Unternehmensbranche sicherlich aus gesundheitspsychologischer Sicht.
00:12:34: Das muss unbedingt Teil der Unternehmskultur sein.
00:12:37: Dass ich eben auch den Mitarbeiter mit seinen Bedürfnissen menschlichen Seiten, sage ich mal in den Mittelpunkt-Stelle und nicht nur die Arbeitskraft oder die Leistung bewährte.
00:12:50: Wenn ich ein Unternehmen habe das wirklich nur auf Leistung guckt und nur schaut wie viel wird gearbeitet?
00:12:56: Wie viele Überstunden werden gemacht dann ist das für mich sind Das für mich Anzeichen einer ungesunden Arbeitskultur.
00:13:04: Viel besser wäre es wenn der Arbeitgeber eben genau diese Räume schafft wo auch Mensch sein kann wo ich eine Fehler Kultur habe Wo ich lernen kann, wo ich mich entwickeln kann.
00:13:14: Wo auch Kreativität, Innovativität gefördert und anerkannt wird.
00:13:20: Und das ist auf langfristige Sicht auch für den Arbeitgeber sinnvoll weil so bleiben meine Mitarbeiter gesund und motiviert und haben nicht nur eine kurze Leistungsphase und kommt dann in Burnout sondern sind sozusagen langfristig auch gesunde motivierte Mitarbeiter die mir eben nicht ausfallen aufgrund von Krankheit
00:13:42: Wenn man davon ausgeht, dass diese Kultur an sich selbst zu arbeiten, sich selbst optimieren relativ dominant und präsent ist.
00:13:50: Gibt es da eigentlich gerade im Beruf noch die Möglichkeit das man einfach faul ist?
00:13:57: oder ist Erholung sozusagen dann ein weiteres Projekt was vielleicht auch sogar Teil der Selbstoptimierung sein kann?
00:14:05: Also ich plädiere auf jeden Fall dafür Teil des Arbeitsleben auch ist, faul zu sein.
00:14:11: Wobei das für mich das falsche Wort ist.
00:14:14: also hier würde ich eher selbst für Sorge in den Mittelpunkt stellen um genau eben den Blick auf sich selber noch mal richten können wie geht es mir eigentlich?
00:14:23: brauche ich gerade eine Pause muss ich mal irgendwie ein bisschen einen Gang kürzer schalten?
00:14:28: und diese Pausen sind ja auch enorm wichtig wenn nicht leistungsfähig bleiben will.
00:14:33: also wir kennen das aus Studien dass schon kurze Pause von zehn Minuten einen super starken Erholungseffekt haben.
00:14:40: Und das muss auch im Arbeitskontext berücksichtigt sein und mittlerweile ist es auch bei vielen Unternehmen so, dass das anerkannt ist, dass man sozusagen nicht immer hundert oder hundert Zehn Prozent geben kann.
00:14:54: Auch die Erholungen können zum Problem werden.
00:14:56: wenn das für mich wieder nur eine Form der Selbstoptimierung ist also wenn ich jetzt nur zum Sport gehe um bestimmte Wettkämpfe meistern zu können oder ich unbedingt noch Achtsamkeitstraining machen muss, weil das zu meinem Idealbild gehört und ein gesunder Mensch heute eben auch achtsam sein soll.
00:15:20: Dann setzt mich das natürlich unter Druck dass sich hier auch wieder Leistung bringen muss, dass ich mich selber optimieren muss und dann verfehlt es im Zweifel seinen Zweck.
00:15:29: also hier würde ich sogar ... vorschlagen, wenn ich da so eine Gefahr bei mir sehe.
00:15:35: Einfach mal sich nichts vornehmen.
00:15:37: Also wirklich in den Tag leben und bewusst sich einen Vormittag, Samstagvormittage meistensweise... ...bewusst nichts vorn nehmen.
00:15:45: Und so ein Zugang zu finden zu einer Erholung, die nicht durch eine.
00:15:49: Ich muss besser werden!
00:15:51: Ich muss mich selbst optimieren.
00:15:52: Ich muss jetzt noch einen neuen Sportkurs oder einen Kochkurs?
00:15:57: Oder was auch immer lernen damit ich mich erholen kann.
00:16:01: Wenn ich so an meine eigene Studienzeit mich zurück erinnere, dann kann ich mich ehrlich gesagt überhaupt nicht daran erinnern dass sich jemals das Wort Selbstoptimierung genutzt hätte oder dass es überhaupt im Arbeitsleben schon eine Rolle gespielt hat.
00:16:15: Ist es so, dass es heute eine so große Konkurrenz gibt am Arbeitsmarkt?
00:16:19: Dass man glaubt, man muss jetzt besonders hervorstechen?
00:16:22: Also jede Generation bringt ja seine eigenen Herausforderungen mit und wächst natürlich auch in einer individuellen Zeit auf.
00:16:30: was wir in der heutigen Zeit sehen, werden da gerade schon zu gesprochen ist.
00:16:35: Dass sehr viel Unsicherheit gerade für junge Leute im Studium vorherrscht – sie wissen nicht wie die nächsten fünfzehn Jahre sich entwickeln?
00:16:44: Wir haben sehr viele Krisen!
00:16:46: Wir haben Destruktion einen schnellen Wandel durch die digitalen Medien und durch KI.
00:16:51: Und das kann natürlich Druck erzeugen.
00:16:53: Das ist relativ klar.
00:16:59: kann ich total verstehen und das führt natürlich auch zu einer Unsicherheit.
00:17:03: Wie kann ich mich denn auf so eine Unsicherkeit überhaupt vorbereiten, wenn ich gar nicht weiß was kommt?
00:17:08: Und dann versuche ich natürlich bestmöglichst aufgestellt zu sein um möglichst viele Kompetenzen und Sachen zu machen um mich selber zu optimieren um bestmöglich vorbereitet zu sein.
00:17:19: Gleichzeitig, wenn wir uns mal den Arbeitsmarkt anschauen dann ist häufig da auch eine verzerrte Wahrnehmung.
00:17:25: Das heißt Hochschulabsolventen haben immer noch sehr gute Chancen am Arbeitsmarkt und durch den demografischen Wandel haben wir einen Fachkräftemangel so dass ihr auch zukünftig sehr viele gut qualifizierte Beschäftigte gesucht werden.
00:17:41: das heißt nicht Dass das einfach wird.
00:17:44: also Ich musste nach meinem Studium auch dreißig Bewerbungen schreiben, bis ich sozusagen einen Jobangebot bekommen habe.
00:17:52: Also es ist kein Selbstläufer.
00:17:55: Es ist aber nicht so dass ich den perfekten Lebenslauf brauche und das sich sozusagen hier nur mit Kompetenzen und Skills punkten kann.
00:18:04: Es zählt die Persönlichkeit, es zählt auch die Authentizität und miter weiter... ...die nur sozusagen auf die Qualifikation achten, die sind nicht immer die geeigneten.
00:18:17: Manchmal zählt eben auch ein Quereinsteiger der wirklich eine Motivation, Authentizität mitbringt mehr als der perfekte Lebenslauf und das führt natürlich auch dazu dass ein Stück weit eine Erwartung entsteht.
00:18:31: sprich ich habe mich jetzt so gut vorbereitet Ich hab alles gemacht was ich machen kann ich kann fünf Sprachen sprechen ich habe irgendwelche Zusatzqualifikationen gemacht und trotzdem finde ich keinen Job.
00:18:42: Das ist natürlich ein bisschen die Gefahr, wenn ich zu sehr sozusagen mich auf diese Selbstoptimierung fokussiere.
00:18:49: Das passt ja auch.
00:18:50: zudem was du am Anfang auch gesagt hast Wenn man eben das Ziel aus den Augen verliert weshalb man das überhaupt macht dann schadet sich auch eigentlich sich selbst am Ende.
00:19:00: Genau und das finde ich da können wir noch mal ein bisschen tiefer einsteigen weil diese Ziele und die Werte, die ich habe.
00:19:10: Die sind ganz wichtig für meine Motivation und auch für mein mentales Wohlbefinden weil wenn ich eine klare Vorstellung davon habe was mir wichtig ist welche Werte mir wichtig sind auch welche Ziele ich sozusagen mir selber setze die diesen Werten entsprechen.
00:19:29: Dann kann ich mich klar darauf hinarbeiten und dann macht es auch Sinn, mich ein Stück weit selbst zu optimieren, sag' ich mal.
00:19:36: Damit ich diese Ziele erreichen und dann stückweit auch quasi das Selbstwerde dass ich sein möchte.
00:19:43: Wenn ich aber unklar bin in dem was ich will und unkler bin in den was mir wichtig ist... ...dann muss sich immer wieder ja sozusagen neu bewerten und neu mich entscheiden.
00:19:53: mache ich das jetzt und mache ich nicht Und das ist extrem anstrengend und im Zweifel führt es zu einer Enttäuschung, weil ich eben kein Ziel habe, dass er erreichen kann.
00:20:01: Und dann in dieser Dauer Optimierungsschleife bin und dem eigentlich immer nur
00:20:06: hinterherlaufe.".
00:20:07: Und weil man vielleicht auch die Enttäuschung nicht als Grund sozusagen wahrnimmt, dann nochmal alles zu hinterfragen?
00:20:14: Sondern wenn man sich denn vielleicht denkt... Ich war nicht gut genug!
00:20:19: Deswegen wurde ich sozusagen enttäuscht, deswegen habe ich den Job zum Beispiel nicht bekommen oder ich wurde nicht befördert.
00:20:25: Oder ich hab irgendetwas nicht bekommen was mir so zu sagen in Aussicht gestellt wurde dass man diesen Zusammenhang quasi nicht erkennt.
00:20:34: Genau und auch da ist nochmal klar Ich kann nicht alles beeinflussen.
00:20:40: Ich habe natürlich eine Verantwortung für mein Handeln.
00:20:43: aber es gibt Dinge die ich eben nicht beeinflussend kann.
00:20:46: Das dann quasi versuchen auszugleichen, indem ich mich selber optimiere führt eben genau zu dieser Enttäuschung.
00:20:52: Weil es gibt natürlich Faktoren die außerhalb meiner Entscheidungen stehen und da kann ich noch so gut vorbereitet sein.
00:20:59: vielleicht gibt's ein Bewerber eine Bewerbarin die einfach noch besser gepasst
00:21:02: hat.
00:21:02: Du hast jetzt gerade auch schon angesprochen dass es einfach Dinge gibt auf die man selbst quasi keinen Einfluss hat.
00:21:09: Wo würdest du sagen wird persönliche Verantwortung zur scheinbaren Lösung für strukturelle Probleme?
00:21:16: Genau dann, wenn das Gefühl entsteht dass ich eben die alleinige Verantwortung trage.
00:21:24: Also im betrieblichen Kontext unterscheiden wir immer zwischen den Verhältnissen und dem Verhalten Und wir müssen einen Blick auf beides haben.
00:21:33: natürlich macht es Sinn dass Ich sozusagen mein eigenes verhalten Im blick halte also wie ernähre ich mich mache Sport achte ich auf meinen Workload etc.
00:21:45: Das sind natürlich Sachen, die kann ich ein Stück weit selber beeinflussen.
00:21:50: Wenn wir uns aber angucken welche Faktoren gerade im Unternehmen, die häufigsten Stressoren sind dann ist das der Workload.
00:21:57: Dann sind das Arbeitsunterbrechungen in der Hochschule, sind das Prüfung, Prüfungsvorbereitung?
00:22:04: Dann sind da Dinge, die können nicht einfach ändern.
00:22:07: Die Da muss ich natürlich lernen, mit umzugehen.
00:22:11: Das kann ich auch ein Stück weit sozusagen für mich arrangieren aber diese Faktoren liegen in der Verantwortung des Kontextes.
00:22:19: also das Unternehmen ist der Hochschule und entsprechend brauchen wir auch einen betriebliches Gesundheitsmanagement oder an Hochschulen ein gesund studentisches Gesundheitsmanagement damit eben die Verantwortung nicht allein bei den Mitarbeitenden und den Studierenden liegt, sondern klar, die Unternehmen tragen auch eine Verantwortung.
00:22:38: Dass es dem Mitarbeitern gut geht, dass sie sich wohl fühlen oder dass sie auch produktiv sind.
00:22:43: Und das sind die Faktoren wo ich auch klar sagen muss, das ist nicht meine Verantwortung.
00:22:48: dann muss ich mir keine sozusagen Verantwortung zuschreiben, dass es Aufgabe des Arbeitgebers oder der Hochschule das zu ändern.
00:22:58: Wir leben ja in Zeiten, in denen KI nicht mehr wegzudenken ist.
00:23:02: Vor allem nicht aus dem Arbeitsalltag.
00:23:05: Würdest du sagen, dass KI diesen Druck verstärkt hat?
00:23:09: Dass man permanente produktiv sein muss oder noch schneller sein muss?
00:23:15: Oder hat KI eigentlich nur etwas sichtbar gemacht was im Arbeitsalltag sowieso schon die ganze Zeit da war?
00:23:21: Ich glaube schon das KI hier ein Stück weit einen zusätzlichen Druck erzeugt hat weil natürlich dadurch Prozesse effizienter werden, Arbeitsabläufe schneller werden können.
00:23:32: Und wenn ich eine schnelle Antwort kriege, dann muss ich auch schnell wieder sozusagen darauf reagieren.
00:23:39: Aber ich glaube wichtig ist dass wir die KI eher als ein Arbeitsmittel sehen.
00:23:44: also wie kann ich das nutzen um sozusagen gerade routinierte Aufgaben irgendwie schneller und leichter bearbeiten zu können damit ich dann zusätzlich Zeit für andere Dinge habe?
00:23:56: Das ist, glaube ich der einzige Ansatz, der sinnvoll ist um langfristig hier auch KI sinnvoll nutzen zu können.
00:24:05: Und das Spannende ist ja wenn wir uns KI anschauen die macht ja genauso Fehler und die lernt auch dazu.
00:24:10: also die ist ständig dabei sich weiterzuentwickeln und da braucht es immer den Faktor Mensch der das auch nochmal sozusagen einordnet und bewertet.
00:24:20: und wenn ich mir junge Leute anschaue dann bin ich mir ziemlich sicher, dass die alle sehr gut schon damit umgehen können.
00:24:27: Aber es braucht auch einen reflektierten Umgang.
00:24:29: also auch diese Einordnung und diese Perspektive von außen ist wichtig und deswegen wird's auch immer wichtig sein das Menschen sozusagen mit den Prozessen eingebunden sind.
00:24:40: Wir haben jetzt schon darüber gesprochen ab wann Selbstoptimierung zu viel ist Also wenn man quasi das Ziel aus den Augen verliert weshalb man das alles überhaupt macht.
00:24:50: Wo würdest du sagen liegt aus deiner Sicht als Gesundheitsmanagement-Experte die Grenze, ab wann Selbstoptimierung krank macht.
00:24:59: Also ab wann man sogar von einem Burnout-Risiko sprechen kann?
00:25:04: Die Belastung, wenn Selbstoptmierung als zu viel wahrgenommen wird – das ist natürlich sehr individuell unterschiedlich.
00:25:11: da kann ich auch quasi jetzt hier keine pauschale Diagnose stellen oder Kriterien nennen.
00:25:16: es gibt allerdings schon Warnhinweise die gerade wenn sie über einen längeren Zeitraum andauern, ein Signal sind wo ich sagen würde schaue da mal genauer hin.
00:25:27: Also wenn ich länger erschöpft mich erschöpt fühle, wenn ich Schlafprobleme habe, mich nicht konzentrieren kann, wenn Ich mich von meinen Freunden und sozialen Kontakten zurückziehe Wenn ich vielleicht auch körperliche Signale wahrnehme wie Verspannungen, Rückenschmerzen.
00:25:46: Dann sind das Aspekte, die ein klares Zeichen sind dass ich eben keine Selbstfürsorge betreibe sondern eben in einer deutlichen Belastungssituation bin.
00:25:57: und dann würde ich auch raten mich sozusagen damit auseinanderzusetzen und zu gucken ob ich etwas an meinem Verhalten ändern kann.
00:26:06: Wir haben schon über die Faktoren gesprochen, auf die man selbst individuell gar keinen Einfluss hat.
00:26:11: Sondern was er mit den Rahmenbedingungen zu tun hat also... Was können eigentlich Unternehmen tun damit ihre Beschäftigten nicht dauerhaft im Optimierungsmodus bleiben?
00:26:22: Unternehmer haben natürlich eine sehr wichtige Rolle wenn es darum geht etwas für die Gesundheit und auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu tun.
00:26:31: Im Idealfall sollten sie erst mal nicht zusätzlichen Druck aufbauen und eben so eine Erwartungshaltung schüren.
00:26:37: Und im besten Fall sollten Sie eine gesunde Unternehmenskultur etablieren und leben, was zeichnet eine gesundere Unternehemskultur aus?
00:26:47: Das ist vor allen Dingen eine mitarbeiterorientierte Kultur.
00:26:51: Die Bedürfnisse des Mitarbeiters haben Platz, die Führung ist Mitarbeiter orientiert und nicht nur auf Leistungen aus.
00:26:59: Eine wertschätzende Kommunikation ist wichtig.
00:27:03: Wie wird mit Fehlern umgegangen?
00:27:05: Wie werden Pausen über Stunden bewertet?
00:27:10: Das ist alles Hinweise, die darauf hindeuten, ob ein Unternehmen sozusagen eine gesundheitsförderliche Kultur hat.
00:27:19: Auch was wird dann eigentlich belohnt und gefeiert?
00:27:21: Geht es nur darum möglichst viele Stunden zu arbeiten oder ist auch Raum für Kreativität, für Innovationen, für andere Meinungen um mal außerhalb der Box zu denken?
00:27:37: Am besten sollte sich jeder fragen, will ich denn beim Unternehmen arbeiten?
00:27:40: Dass zum Beispiel überstundenwichtiger hält als die Familienzeit mit den Liebsten zu Hause.
00:27:50: Also das sind so Dinge, die man von außen nicht immer wahrnehmen kann.
00:27:54: aber wenn man dann irgendwo ist in einem Unternehmen sehr schnell glaube ich erkennt inwiefern auch das Unternehmen an das Wohlbefinden der Mitarbeiter denkt und etwas dafür tut.
00:28:06: Wie wirksam sind eigentlich Angebote wie Achtsamkeitskurse, wenn zum Beispiel die strukturellen Bedingungen im Unternehmen unverändert bleiben?
00:28:15: Ja.
00:28:16: Achtsammkeit ist natürlich nachweislich ein guter Ansatz um mit Stress umzugehen, um die eigene Belastung und Warnsignale wahrnehmen zu können, um auch seine eigenen Gedankenbedürfnisse besser wahrnehmen.
00:28:35: sicherlich gut, wenn man achtsam ist und nachts am Lebensstil entwickelt.
00:28:41: Gleichzeitig darf es nicht sozusagen das Feigenblatt oder die Antwort darauf sein, wenn ich in einer sehr stressigen Umgebung arbeite oder studiere weil dann – das hatten wir vorhin schon – sollten wir mehr auf die Verhältnisse gucken.
00:28:59: Das heißt Was sind eigentlich die Faktoren, die mich stressen und wer hat dafür die Verantwortung?
00:29:05: Wer kann über Arbeitszeiten, über Arbeitsmenge entscheiden, über Anzahl der Prüfungen entscheiden.
00:29:12: Da habe ich ja keinen Einfluss drauf.
00:29:14: Dann kann ich zwar achtsam damit umgehen und wahrnehmen dass mich das stresst aber ich kann an der Situation nichts ändern und deswegen ist es wichtig, dass wir eben auch uns die Verhältnis angucken nicht als Individuum ändern, sondern als Gesellschaft und als Institution.
00:29:32: Das heißt auch wenn ein Unternehmen mir jetzt nur im Achtsamkeitskurs anbietet und vielleicht hier noch einen Ernährungskurs und Sportangebot und dann bestehen natürlich die Gefahr dass... Dadurch quasi das Thema Gesundheit abgefrühstückt wird und die anderen Sachen aus der Blick gelassen werden.
00:29:50: Das heißt, ich muss es immer in größeres Kontext und größeren Konzept einbinden wo's eben nicht nur um die Eigenverantwortung und die Achtsamkeit eines jeden geht sondern Ich brauche auch ein achtsames Arbeitsumfeld letztendlich damit ich diese Achtsamtkeit auch leben kann.
00:30:06: Also zusammengefasst wenn ich von neun Uhr morgens bis neun uhr abends im Unternehmen arbeite letzten Stock im Gebäude quasi nochmal hochfahre, um dann einen Yoga-Kurs zu machen bringt das auch nicht so viel.
00:30:20: Es wird sicherlich nicht die langfristig beste Lösung sein.
00:30:24: Was kann ich eigentlich tun wenn ich merke dass eine Freundin oder ein Kollege gerade komplett in der Selbstoptimierung verschwindet?
00:30:33: Wenn ich merken dass jemand der mir nahesteht sozusagen sehr in diese Optimierungsfalle steckt dann ist es sicherlich erstmal hier für euch das überhaupt anzusprechen und wertschätzend anzusprechen.
00:30:44: Also demgegenüber ein Stück weit einen Spiegelvorhalten, wie das eigene Verhalten wahrgenommen wird auch zuzuhören um zu signalisieren du bist nicht alleine mit dem.
00:30:54: ich verstehe dass Du sozusagen dich so verhälst und auch klar die Sorgen und vielleicht Konsequenzen des Verhaltens beschreiben.
00:31:03: also Ich merke dass Du keine Zeit mehr für mich hast weil Du nur noch nach abends irgendwie dabei bist Dich auf irgendeine Weiterbildung vorzubereiten und da auch einfach nochmal zu zeigen, wie besorgt man vielleicht um die Person ist.
00:31:20: Also auf jeden Fall ansprechen und sozusagen es nicht ignorieren.
00:31:25: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen ab wann Selbstoptimierung zu viel ist also wenn man quasi das Ziel aus den Augen verliert warum man etwas macht.
00:31:36: wir haben auch noch mal geschaut welche Faktoren, die sind auf die man keinen Einfluss hat.
00:31:42: Also die Rahmenbedingungen zum Beispiel, die ein Unternehmen vorgibt oder eben die Hochschule wenn man zu viele Prüfung hat
00:31:50: z.B.,
00:31:52: in einem Unternehmen der Workload einfach zu viel ist wo man als Individuum eigentlich gar kein großen Einfluß drauf hat.
00:32:00: aber was würdest du jemandem raten?
00:32:04: der jetzt in der Selbstoptimierungsfalle steckt.
00:32:07: Also was ist der erste konkrete Schritt, den man gehen kann um daraus zu kommen?
00:32:12: Wieso oft ist die Erkenntnis der erste wichtige Schritt.
00:32:15: also wenn ich schon mal wahrnehme dass sich mit dem was ich tue oder wie ich mich fühle unzufrieden bin dann ist das schon erstmal sehr hilfreich und wichtiger Schritt überhaupt anzuerkennen dass ich vielleicht etwas ändern sollte ... erstmal zu beobachten, also sich selber zu beoberten.
00:32:36: Wie verhalte ich mich?
00:32:37: Wie verbringe ich meine Zeit?
00:32:39: Was ist mir wichtig?
00:32:40: Welche Entscheidungen treffe ich für den Sport gegen die Freunde was auch immer?
00:32:46: und wenn ich dann so ein Gefühl dafür habe wie ich sozusagen meinen Alltag gestalte... Dann kann ich auch tatsächlich das mal gegenüberstellen mit meinen eigenen Werten und Zielen.
00:32:56: Also was ist mir überhaupt wichtig und warum mache ich denn das was ich mache?
00:33:00: Komme ich dadurch sozusagen meinem Ziel ein Stückchen näher oder habe ich ein bisschen den Blick auch verloren, wo ich nicht eigentlich will?
00:33:07: Wenn ich dann bereit bin auf was zu verändern, dann würde ich sagen fangen mit kleinen Schritten an.
00:33:12: Also sich nicht hierzu viel zu vornehmen und irgendwie das ganze Leben umzukrempeln sondern sich wirklich einmal eine konkrete Sache raussuchen zum Beispiel einen Nachmittag sich frei nehmen und bewusst sich nichts vorzunehmen nach der Arbeit ab, weiß ich nicht, achtzehn Uhr.
00:33:32: Nicht mehr aus Handy zu schauen und das dann lieber langsam aufzubauen als von vornherein sozusagen alles gleichzeitig verändern zu wollen.
00:33:41: Das wäre so der erste Weg um da ein bisschen rauszukommen.
00:33:45: Vielen Dank dass du hier bei uns zu Gast warst David.
00:33:49: Danke schön
00:33:50: Sehr gerne!
00:33:59: Ich bin Azadeh, schön dass ihr dabei wart.
00:34:02: Falls ihr mehr von uns hören wollt in der nächsten Folge sprechen wir noch ausführlicher darüber was ihr tun könnt wenn euch der Karriere-Druck zu viel wird.
00:34:10: Wir waren an der Uni Dresden und haben euch dazu befragt woher der Druck eigentlich kommt den viele im Hörsaal spüren Und wieviel davon tatsächlich bei der einzelnen Person liegt.
00:34:21: Außerdem geht es darum wo ihr nach Hilfe fragen könnt Wenn Stress und Belastung zu groß werden An der Hochschule oder außerhalb.
00:34:29: Und wenn ihr Erfahrungen dazu teilen wollt, kommt gerne zu unserer nächsten Veranstaltung.
00:34:33: Am zwölften November sind wir an der Uni Paderborn.
00:34:36: Ihr könnt euch auch gern die Aufzeichnungen unserer Univeranstaltungen aus diesem Semester anschauen.
00:34:41: Den Link dazu findet ihr in den Schaumotz.
00:34:44: Macht's gut!
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